Berufliches

Nach einer konfusen Schulzeit, die durch häufige Schulwechsel aufgrund meiner familiären Situation geprägt war, gelang es mir nicht, das Abitur zu machen. Ich verließ die Schule und jobbte erstmal so rum. Nach etwa einem halben Jahr begann ich ein Praktikum in einem kleinen Betrieb, der sich mit Werbung befasste. Ich wollte dort eine Ausbildung zur Werbe- und Verlagskauffrau machen. Hat nicht sollen sein - wieso weshalb warum ist wieder eine andere Geschichte.

Über eine Zeitarbeitsfirma landete ich 1992 bei dem öffentlich-rechtlichen Versicherer in Niedersachsen. Toll - in der Schule hatte ich mir geschworen, dass egal, welchen Beruf ich einmal haben würde, es würde nie nie nie in einer Versicherung sein - und nun war ich genau dort. Es sollte wohl so sein. Zuerst war ich Aushilfskraft - ich sortierte die Post und machte mich nützlich. So nützlich, dass ich schließlich eingestellt wurde.

Nebenher (samstags) drückte ich die Schulbank und wurde so Versicherungskauffrau. Ich bewarb mich auf einen Sachbearbeiter-Posten und wurde genommen. Allerdings dauerte es nur wenige Wochen, bis ich merkte, dass dieser Job so rein gar nichts für mich war.

Nach etwa 7 Jahren Firmenzugehörigkeit bewarb ich mich intern auf eine Stelle im EDV-Bereich. Ich wurde wieder genommen und hatte erstmal sehr viel zu lernen. Nach 14 Tagen wurde ich ins kalte Wasser geworfen (danke, Lieblings-Ex-Chef!) und durfte mein erstes Training leiten. Ich vermittelte dabei den Teilnehmern, wie mit der firmeneigenen Software zu arbeiten war - selbige kannte ich aber auch erst seit 14 Tagen! Immer zwischendurch wurde ich zudem in den regionalen Niederlassungen als Anwendungsberaterin für den Innen- und Außendienst eingesetzt.

Bedingt durch interne Umstrukturierungen bin ich inzwischen im UserHelpDesk und bemühe mich täglich, die Fragen "meiner" immerhin fast 7000 Anwender und Anwenderinnen zu beantworten. Das ist ein sehr spannender und abwechslungsreicher Job - wenn ich morgens losfahre, weiß ich nie, was mich im Büro erwartet. Inzwischen bin ich ziemlich fit in allen Fragen rund um die rund 300 Anwendungen, die wir im Betrieb nutzen. Nebenher programmiere ich gelegentlich ein wenig und engagiere mich im firmeninternen Arbeitkreis Gesundheit.

Dieser Job ist definitiv nicht nur sehr umfangreich, sondern vor allem nie langweilig! Und heute hab ich auch keinerlei Problem mehr damit, dass ich in einer Versicherung arbeite - im Gegenteil! Ich bin stolz darauf, in einem etablierten Unternehmen, dass in Niedersachsen immer wieder auf vielfältige Weise Verantwortung übernimmt, tätig sein zu dürfen!

Kurz: Der perfekte Job!
 

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