Der Schritt in eine Ess-Störung

Essen:

Liebe geht durch den Magen. Essen ist mehr als nur Nahrungsaufnahme. Energie für den Körper, Grundbedürfnis und ein lebenswichtiger Vorgang in physischer Hinsicht. Gemeinsame Mahlzeiten - im Familien- oder Freundeskreis zum Beispiel - können ein Gefühl von Vertrauen, Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit vermitteln und bieten Gelegenheit zu Austausch und Gespräch.

Essen mit Lust:

Essen hat viel mit Gefühlen und Sich-Wohlfühlen zu tun. Die ersten Erfahrungen mit der Umwelt macht jeder über die Nahrungsaufnahme. Das Baby erlebt die ersehnte und lebensnotwendige Zuwendung, wenn sein körperlicher Hunger gestillt wird. Unbewusst verbinden sich die Gefühle Hunger - Alleinsein - Leere - Verlust - Trauer, Essen - Liebe - Wärme - Geborgenheit. Diese Verbindung bleibt zeitlebens bestehen. Durch das, was wir essen, reagieren wir auf Gefühle und Stimmungen, bringen Sie zum Ausdruck oder verschaffen sie uns.

Essen aus Sucht

Die Freiheit, auf bestimmte Gefühle und Stimmungen durch Nahrungsaufnahme zu reagieren, geht bei krankhaften Ess-Störungen verloren. Die Anzeige dafür, ob man Hunger hat oder satt ist, funktioniert nicht mehr, Essen übernimmt andere Funktionen: Das Essverhalten ändert sich. Zwanghaft kreisen die Gedanken um Essen oder Nichtessen, dreht sich das ganze Leben darum. Essen oder Hunger wird - unabhängig von körperlichen Bedürfnissen - zur Antwort auf die verschiedensten Stimmungen, Gefühle und Situationen. Es gelingt nicht, körperlichen Hunger nach Nahrung und seelischen Hunger nach menschlicher Nähe zu trennen. Essen wird so zu einer ständigen Quelle der Versuchung und Bedrängung, zu einer zwanghaften Tätigkeit, nicht selten ohne Genuss und angstbesetzt.

Wenn die Seele hungert...

Ernsthafte Störungen der seelisch-körperlichen Gesundheit gewinnen immer mehr an Bedeutung. In den vergangenen Jahrzehnten beobachten Mediziner und Psychologen einen zunehmenden Anstieg von Eßstörungen.

Man unterscheidet drei wesentliche Formen von Eßstörungen:

Erwähnenswert ist auch noch die latente Eßsucht.

Alle Formen treten oft vermischt auf, die Übergänge zwischen den einzelnen Arten sind oft fließend.

 

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