Latente Ess-Sucht

Latente Ess-Sucht - der ganz alltägliche Wahnsinn

Latente Ess-Sucht meint das, was heute fast normal ist: ein andauerndes, streng kontrolliertes Essverhalten, die lebenslange Diät. Für die Betroffenen gehört die Beschäftigung mit dem Essen und der Figur zum Alltag. Sie sind davon überzeugt, dass sie ihr "normales" Gewicht nur durch ein strenges Kontrollsystem halten können.

Das "ein Mal zuviel essen" wird sofort mit Fasten oder Diät ausgeglichen. Wie alle Betroffenen haben auch latent esssüchtige Frauen oft ein verzerrtes Selbstbild und empfinden Fremdheit dem eigenen Körper gegenüber. Der Übergang zur Magersucht oder Bulimie kann fließend sein und ist oft nur ein kleiner Schritt.

Die Verhaltensweisen von latent esssüchtigen Frauen werden innerhalb unserer Gesellschaft als fast alltäglich und normal akzeptiert. Das gesellschaftlich anerkannte Idealbild der schlanken Frau wirkt sich fatal aus für immer mehr Menschen, die diesem Ideal nicht entsprechen.

Sie leiden, auch ohne esssüchtig zu sein, unter Minderwertigkeitsgefühlen, Hemmungen, Kontaktschwierigkeiten und einem gestörten Körpergefühl. Gerade bei mäßigem Übergewicht entstehen körperliche Folgeschäden oft erst durch das seelische und soziale Leiden, ausgelöst durch das Schlankheitsideal.

 

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