Body & Soul...?

Irgendwann nachdem ich angefangen hatte, mich mit mir auseinanderzusetzen, kam unweigerlich der Punkt, wo ich der festen Überzeugung sei, nun sei ich "damit durch" und geheilt - und mein Helfersyndrom, das damals erheblich ausgeprägter war als heute, hat mich in den Glauben versetzt, auch anderen helfen zu können.

Also habe ich angefangen, zu lesen und alle möglichen Bücher rund um Psychologie und Gesundheit zu verschlingen. Inzwischen weiß ich, dass ich 1. nicht professionell helfen kann/will und 2. Hilfe ohnehin nur dann möglich ist, wenn derjenige bereit ist, sie anzunehmen.

Die Autoren Thorwald Dethlefsen und Rüdiger Dahlke habe ich an anderer Stelle schonmal erwähnt - ich habe einige der Bücher gelesen, die die beiden gemeinsam oder alleine veröffentlicht haben.

Beide vertreten die Ansicht, dass jede körperliche Erkrankung eine körperliche Ausdrucksform für einen psychischen Konflikt ist. Beim ersten Lesen und Verstehen dieser Thematik fasst man sich für gewöhnlich an den Kopf. Ging mir damals auch so. Man kann diese Philosophie teilen oder es lassen - ich habe für mich festgestellt, dass viel Wahres drin steckt, auch wenn man das natürlich nicht überbewerten darf.

Dennoch hilft es oft, sich einfach bewusst zu machen, wie eng die Zusammenhänge sind. Ich möchte Euch hier ein wenig mit dieser Denke vertraut machen - inwieweit das auf Euch zutrifft, könnt ihr dann sicher gut selbst entscheiden.

Sprache...

...ist die Quelle aller Mißverständnisse.

Leider weiß ich nicht, von wem dieser Spruch ist - aber de facto ist viel dran. In der Kommunikation der Menschen untereinander gibt es immer wieder Mißverständnisse. Aber auch in der Kommunikation der Seele mit dem Menschen, zu dem sie gehört, hakt es mehr als oft.

Dabei gibt die Sprache uns so viele Hinweise darauf, wie es uns geht und warum es uns so geht. Ich möchte Euch hier ein paar Beispiele aufzeigen, denn wenn wir nur auf das hören, was wir sagen, wäre manches vermutlich leichter.

Das sind nur ein paar Beispiele, die einfach nur deutlich machen, wie viele Symptome sich bereits in unserer Sprache widerspiegeln. Ich möchte an dieser Stelle keinesfalls das gesamte Werk des Autors zitieren, daher beschränke ich mich auf diese wenigen Beispiele, die vielleicht ein wenig sensibel machen für die Worte, derer wir uns so oft bedienen.

Symptome

"Ein Symptom ist ein Signal, das Aufmerksamkeit, Interesse und Energie auf sich lenkt und damit den üblichen Gleichlauf in Frage stellt. Ein Symptom erzwingt von uns Beachtung - ob wir nun wollen oder nicht. Diese von außen kommende Unterbrechung empfinden wir als Störung und haben deshalb meist nur ein Ziel: das Störende wieder zum verschwinden zu bringen. Der Mensch will sich nicht stören lassen - und damit beginnt der Kampf gegen das Symptom. Auch Kampf ist Beschäftigung und Hinwendung und so erreicht ds Symptom immer, dass wir uns mit ihm beschäftigen.(...) Seit Hippokrates versucht die Schulmedizin, den Kranken einzureden, dass ein Symptom ein mehr oder minder zufälliges Ereignis sei, dessen Ursache in funktionalen Abläufen zu suchen sei, die zu erforschen man sehr bemüht ist. Die Schulmedizin vermeidet es sorgfältig, das Symptom zu deuten und verbannt somit Symptom wie Krankheit in die Bedeutungslosigkeit. Doch damit verliert das Signal seine eigentliche Funktion - aus den Symptomen wurden Signale ohne Bedeutung." (Rüdiger Dahlke, Thorwald Dethlefsen - "Krankheit als Weg")

Ich persönlich denke, dass in diesem Absatz sehr viel Wahrheit steckt. Ursachenforschung ist aber oft etwas Unangenehmes und es ist um ein Vielfaches einfacher, die Symptome zu behandeln.

Ganzheitlichkeit

Die traditionelle chinesische Medizin ist ein sehr altes Therapiesystem (schriftliche Unterlagen seit ca. 3000 Jahren), das aber heute aktueller denn je ist. Ihre Grundlage ist Yin und Yang, das Symbol (die Monade) hat sicher jeder schon mal irgendwo irgendwie gesehen. Die ersten Erwähnungen von Yin & Yang findet man in der Zhou-Dynastie (ca 1000 bis 770 v.Chr.)
 Yang (=links)Yin (=rechts)
 LogikWahrnehmung
 SpracheEmpfinden
 RechnenSymbolik
 ZeitabhängigkeitZeitlosigkeit
 IntelligenzIntuition

Es verdeutlicht viele Zusammenhänge und genauso viele Gegensätze: Yang hell, Yin dunkel. Zur gleichen Zeit trägt das eine den Kern des anderen in sich, und es ist eines vom anderen abhängig (ohne weiß kein schwarz und umgekehrt...). Yang ist der aufsteigende, nach außen drängende Anteil, Yin hat die Bewegung nach unten und innen und wirkt konzentrierend. Man vergleicht Yin und Yang auch mit dem menschlichen Gehirn. Die linke Hälfte steht dabei für das Yang, die recht für das Yin. Es gibt Bücher, die verdeutlichen, warum Männer und Frauen sich oft nicht verstehen - Männer denken mit der linken Gehirnhälfte (eher logisch orientiert), Frauen mehr mit rechts (eher emotional orientiert) - aber das soll hier nicht das Thema sein. ;-)

Wichtig ist, dass alles auf dieser Welt immer aus zwei gegensätzlichen Hälften besteht. Der Mensch besteht aus dem Körper und der Seele und auch hier gibt es Abhängigkeiten - das eine kann nicht ohne das andere. Leider sehen wir oft erst die eine, dann die andere Seite der Medaille.

Seit einigen Jahren lasse ich mich bei Bedarf auch auf Behandlungsmethoden der TCM (traditionellen Chinesischen Medizin) ein. Was zuerst unglaublich klingt, wirkt bei mir immer wieder - mehr als alle traditionellen schulmedizinischen Methoden es jemals tun.

Es geht mir gut damit. und ich weiß - das hat nix mit "dran glauben" zu tun (gell, Fred?*gg*)

 

Gästebuch

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