Hausbau - No. 1

Auf diesen Seiten könnt ihr lesen, warum wir seit Mai 2001 nicht mehr so oft online sind, warum unser ganzes Leben sich komplett verändert hat und was daraus geworden ist. Im März 2001 haben wir uns entschieden, Bremen den Rücken zu kehren und aufs Land zu ziehen und dort ein Haus zu bauen. Im Mai gings los und im Herbst sind wir eingezogen. Alles weitere erfahrt ihr hier.

Wie alles anfing...

Als wir uns in 1997 kennengelernt haben, sind wir ja relativ fix zusammengezogen. Auf gut 50 qm. Ziemlich eng alles. Es gab viele lange Gespräche darüber, wie unsere Zukunft aussehen könnte. Irgendwann kamen wir auf die Idee, ein Haus zu bauen oder zu kaufen.

Anfang 2001

...hatten wir gerade beschlossen, noch ein Jahr zu warten und noch etwas zu sparen.

Anfang März 2001

...kam ein Angebot der örtlichen KSK für ein gebrauchtes Haus. An einem Mittwoch hatten wir dort einen Termin zur Besichtigung, guckten das Haus gemeinsam mit Fredericks Eltern an und fanden es ok. Es sollte 270.000 DM kosten. Nagut...neue Küche, hier ein bisserl was ändern, da ein bißchen was reparieren...schnell waren wir bei über 300.000 DM. Alles eigentlich kein Problem. Dieses Haus wäre 30 Jahre alt gewesen. In wenigen Jahren hätte vermutlich das Dach neu eingedeckt werden müssen...

Auf der Heimfahrt dann die Idee...nur 5 km weiter gab es ein Dorf, von dem der weltbeste Hausverkäufer schon mal berichtet hatte mit dem Hinweis, dort gäbe es gut und günstig Bauland. Noch am gleichen Abend kamen wir zu dem Entschluß, uns dort umzusehen.

Die Weltmetropole heißt übrigens Eystrup, liegt etwas nördlich von Nienburg, genau zwischen Weser und Aller und verfügt über gute Anbindungen an Bremen und Hannover.

Die Internetseite dieser Weltmetropole bot einen Überblick über das Neubaugebiet sowie die Grundstücke, die noch zu haben waren (samt Preisliste). Online reservierten wir ein Grundstück und schon am nächsten Tag klingelte das Telefon. Der freundliche Herr aus dem Bauamt bestätigte die Reservierung und wir vereinbarten eine Besichtigungstermin für den nächsten Tag. Dann ging alles sehr schnell. Am Freitagnachmittag besichtigten wir den Acker. So sieht er aus:

Das Bauland gehört der Gemeinde und ist ziemlich preisgünstig. Der "Herr vom Bauamt" erwies sich auch in Natura als ausgesprochen nett und hilfsbereit *dickes Lob@bernd.de*. Er brachte uns gleich eine Menge Informationen über Eystrup mit und hatte schon alles vorbereitet für den Notartermin *g* - und so beschlossen wir: Der Acker ist unser! Ziemlich spontane Idee...wenn man bedenkt, dass wir noch vor wenigen Wochen gedachten, mit dem Bauen noch ein Jahr zu warten. *g* Aber manchmal kommt es eben anders.

Am gleichen Abend hatten wir einen Termin mit einem Bauträger, der uns schon einige Monate zuvor ein sehr gutes Angebot gemacht hatte. Das Unternehmen heisst RS Bau und sitzt in Bruchhausen-Vilsen. Noch am gleichen Abend unterschrieben wir nach einer dreistündigen Marathonsitzung dort den Bauverrag für unser Traumhaus. Dazu muß man sagen, dass wir schon mehrfach mit dem netten jungen Mann zusammengesessen hatten. Es gab also bereits Vorstellungen, wie das ganze ausehen sollte. Dennoch...so richtig begriffen haben wir das damals nicht...auf dem Heimweg fragten wr uns ernsthaft: "Sag mal...haben wir grade eben ein Haus gekauft?" So schnell kanns gehen...

Immer noch März

Dann ging die Rennerei los...wir hatten exakt 14 Tage Zeit, eine vernünftige Finanzierung auf die Beine zu stellen. Also erstmal telefoniert wie doof. Nebenbei Unterlagen für den Notar und die Baufirma zusammengetragen. Kurz und gut - es gibt ungefähr 1 Million Dinge zu bedenken. Nächste Woche ist der Notartermin für den Ackerkauf, außerdem müssen wir noch mit dem Amt für Entwässerung Kontakt aufnehmen und einen Kanaltiefenschein besorgen und weitere nette Dinge, von denen man noch nie gehört hat...*motz* :-)

Ende März

Alle Formalitäten sind so ungefähr erledigt, wir haben alle Unterlagen zusammenorganisiert, der Bauantrag kann gestellt werden. Glücklicherweise macht das alles RS-Bau und wir haben relativ wenig Streß damit. Trotzdem isses unendlich viel, was wir entscheiden müssen. Welche Klinker? Welche Dachziegel? Und obwohl der Acker immer noch ein Acker ist, haben wir schon eine neue Küche gekauft. Denn die Bauarbeiter müssen ja wissen, wo in der Küche Strom und Wasser liegen sollen.

Und wir haben auch schon fleissig überlegt, wie das Haus auf dem Grundstück stehen soll und wo der Carport hinkommt und das Gartenhäuschen muß ja auch noch Platz finden. Die Terrasse soll natürlich in Südrichtung zeigen, damit wir auch schön in der Sonne sitzen können. Der Carport bzw. die Stellfläche dafür wird so liegen, dass die Terrasse von der Strasse aus dahinter liegt. So haben wir auch dann schon ein bißchen Ruhe, wenn die Hecke noch nicht so hoch ist.

Anfang April

Der Bauantrag ist gestellt. Da es sich um ein großes Neubaugebiet handelt, muß nur eine vereinfachte Version eingereicht werden. Trotzdem sind das ca. 50 Seiten mit Zeichnungen und Werten, die Statiker und die Architekten haben ganze Arbeit geleistet und jedes Blatt muß einzeln unterschrieben werden. Wir haben das Gefühl, ungefähr eine Million Unterschriften tätigen zu müssen ;-)

Dafür müssen wir "nur" warten, bis wir vom Bauamt eine Eingangsbestätigung haben, dann geht es los. Begonnen wird natürlich erstmal mit den Erdarbeiten. Unser Haus hat keinen Keller und dennoch muß für das Fundament ordentlich gebuddelt werden.

Nach fast 3 Wochen Bearbeitungszeit (!!) haben wir nun auch die Kreditanträge von der Bank erhalten und unterschrieben. Parallel dazu kommt unmittelbar vor Ostern der Grunderwerbssteuerbescheid vom Finanzamt. Die Kollegen dort sind ziemlich schnell...hoffentlich arbeiten sie auch so zügig, wenn wir dann Geld zurück haben wollen. *fg* Erst, wenn die Steuer gezahlt ist, erstellt das Finanzamt eine sog. Unbedenklichkeitsbescheinigung, die das Grundbuchamt benötigt, um den Eintrag im Grundbuch auch wirklich zu ändern. *mppfft* Soviel Papierkram! Erst, wenn im Grundbuch die Grundschuld für die Bank eingetragen ist, fliesst Geld von der Bank. Tolle Wurst!

Da wir das alles zu allerersten Mal machen, sind wir oft kurz davor, alles hinzuwerfen. Soviel Theorie und Gedanken und es ist noch nicht ein Stück Erde bewegt worden. Dazu immer wieder die Überlegung: "Schaffen wir das wirklich alles mit dem Geld und so?" Da kann man sich schön verrückt machen...

Baumärkte fanden wir immer langweilig...doch nun gewinnen Sie ungemein an Faszination. Da gibts Fliesen und Teppichböden und Tapeten zu kaufen und andere sinnvolle Dinge mehr (Bewegungsmelder, Rasenmäher, Gartengeräte, etc.pp.)

Inzwischen haben wir ein Haus der Firma RS angesehen, das den gleichen Grundriß hat wie unseres und bei dem der Rohbau bereits steht. Sieht gut aus *straaahl*.... :o))

Ende April

Der Bauantrag (einfache Version) ist unterschrieben und eingereicht. Vom Landkreis Nienburg kommt die Eingangsbestätigung, die bei der einfachen Version (§ 69a oder so) gleichzeitig die Erlaubnis fürs Anfangen ist. Der Wisch kostet schlappe 50 DM. Dafür kanns nun losgehen. Die Planungen laufen auf Hochtouren. Parallel dazu kommt die erste Rechnung von RS für das Fertigstellen des Bauantrags. Mit Architekt und Statik kommen so mal eben schlappe 10.000 DM zusammen.

Das mit der Grundschuld läuft auch - die Eintragung ist aber noch nicht vollendet. Das dauert alles...*hibbel*

Aleeshas Bruder arbeitet in einem Baustoffhandel bei Walsrode, dort werden Fliesen angeguckt und ausgesucht. Aleesha stellt fest, dass ihr Bruder ein richtig kluges Köpfchen ist. Und schicke Fliesen verkauft der!! Und er hat auch so nützliche Dinge wie Pflastersteine, Carports, Kaminöfen etc. Wirklich praktisch!

Inzwischen hat die ganze Familie das Grundstück besichtigt und steht mit Rat und Tat zur Seite :-)

Bald ist Baubeginn! :o)))

Mitte Mai

Es geht los! Pünktlich an Aleeshas 32tem Geburtstag (14.05.01) fangen die Erdarbeiten an. Zum Geburtstag gabs übrigens so nützliche Dinge wie ein Küchenregal, ein Gartenbuch etc. *lacht*

Wir haben beide frei genommen, aber als wir um 14.30 auf der Baustelle einlaufen, sind die Herren längst fertig mit der Sandplatte. Und ab sofort geht es Schlag auf Schlag *schluck*. Am Mittwoch (nur 2 Tage später) wurde das Fundament gegossen. Fred war nachmittags auf der Baustelle und hat geknipst. Ist schon aufregend alles...

Allerdings...das Haus ist viel zu klein...als wir das erste Mal auf dem ausgehärteten Fundament rumstehen, fällt uns auf, dass da was nicht stimmen kann...das ist ja winzig... nie und nimmer kann das die ganze Grundfläche sein. Und doch...der Bauleiter beruhigt uns (und hat sich sicher köstlich amüsiert! Viele Grüße@rainer.de), dass das täuschen soll.

In der kommenden dritten Maiwoche wird das Erdgeschoß hochgezogen. Vorher gilt es noch viel zu erledigen. Die Fliesen müssen bestellt werden - dafür gilt es, genau zu überlegen, ob Muster, einfach oder diagonal. Das geht am besten mit einer maßstabsgenauen Zeichnung ... sacht der Profi (Viele Grüße@ralph.de).

Also verbringen wir mehrere Abende damit, uns zu überlegen, welche Fliesen wir in welchem Zimmer haben wollen (was der einfachere Teil ist), wie die Fliesen verlegt werden sollen (diagonal, grade oder mit Muster?).Wir erstellen diverse Zeichnungen, die niemand versteht (außer uns natürlich!). Irgendwann tun uns die Finger weh und der Fliesenplan steht. *g*

Für die Maurerarbeiten muß klar sein, wo in der Küche das Loch für die Dunstabzugshaube bzw. das Rohr derselben steckt. Also muß Aleesha hin und bei dem Küchenverkäufer das Rohr organisieren. *gg* (Nette Formulierung!)

Tausend Dinge und Formalitäten. Ab dem 21. Mai haben wir neben Strom (der Kasten steht schon!) auch Wasser aufm Bau und in der nächsten Woche wird wohl auch das Dixi-Häuschen aufgestellt.

Inzwischen hat Fred auch einen Steckdosenplan gemacht und festgestellt, das wir etwa 30-40 (!) Steckdosen zusätzlich benötigen. Und wir wissen so ungefähr, wie die Einfahrt aussehen soll und welches Pflaster wir nehmen wollen. Ob das dies Jahr noch finanzierbar ist, wissen wir allerdings noch nicht.

Himmelfahrt

...waren wir in so einem kleinen Dorf namens Warpe (irgendwo zwischen Bremen und Nienburg), um Sanitärobjekte und Türen (Außen und Innen) zu bemustern (Achtung Fachausdruck, das heisst nichts anderes als aussuchen!). Obwohl da in der Gegend eine wilde Fahrradrallye am Laufen war (kein Wunder bei dem Wetter), haben wir an dem Tag ne Menge erfahren. Zum Beispiel, dass ein doofer Designer-Wasserhahn mal eben schlappe 80 DM mehr kostet als das durchaus ansehnliche Standardprogramm. Und wir haben ja auch schon festgestellt, dass das mit dem Geld unwahrscheinlich schnell geht...1000 DM sind echt nix. Wenn das Haus bezahlt ist und die Küche auch und so...dann bleiben uns noch ungefähr 30.000 DM für so Dinge wie eine Terrasse, den Carport etc.

Nun denn...also das Standardprogramm im Bad. Bei den Türen sind wir eh einig gewesen...das so eine relativ einfache Außentür ohne viel Schnickschnack mal eben 3000 DM kostet, wussten wir allerdings nicht. Na, die ist im Preis ja mit drin :o) Vorteil des schlüsselfertigen Bauens...man kann besser kalkulieren. Nachteil: Die Hausverkäufer verdienen natürlich überall mit. Auch an der Außentür. Naja...andererseits...wer gute Arbeit leistet, soll auch gut verdienen.

Der Freitag nach Himmelfahrt war ein Ausruhtag - nichts zum Thema Hausbau. Zumindest für Aleesha *g* - Fred konnte es nicht lassen und musste doch noch mal eben nach Eystrup rüberfahren und ein aktuelles Foto machen. Auf der nächsten Seite gibts ein paar Bilder!

Das ist die Front......und das der Ausgang auf die Terrasse :o)

Dafür gings am Samstag dann wieder nur noch um den Bau. Erst waren wir bei einem Naturmöbelhaus in Bremen und haben Regal gekauft, das vor dem Aufbau nämlich noch abgeschliffen und gestrichen werden muß. Wir denken, das man das jetzt schon erledigen kann. Dann heim, Auto ausgeladen und ab ins Ofenhaus nach Colnrade (mitten in der Wildeshauser Geest). Ein Besuch lohnt auf jeden Fall, wenn man einen Ofen kaufen will - der Laden ist ziemlich groß, es gibt an die 300 Öfen anzugucken und man bekommt neben was Trinkbarem (Kaffee o.ä.) auch eine wirklich gute Beratung. Außerdem sind die Preise in Ordnung - ist ja auch Sommer und damit außerhalb der Saison für den Kaminofenmarkt. Und - wie könnte es anders sein - diese Gelegenheit mussten wir einfach nutzen und nun sind wir stolze Besitzer eines Ofens :o))) An solchen Tagen macht der Streß sogar richtig Spaß.

Nachmittags haben wir uns dann hingesetzt und überlegt, wie der Garten aussehen könnte. Wo der Carport steht, ist ja durch die Baugenehmigung schon festgelegt, ebenso der Platz für das Gartenhäuschen, an dem man ohne Keller gar nicht vorbeikommt. Aleesha (sie ist ja schon stolze Besitzerin eines Gartenbuches) hat dem Fred nun auch ein Gartenbuch geschenkt und es wird geblättert, geplant und und und. Wohin die Ecke für die Sonnenliegen, wohin die Rosen und wo der obligatorische Baum hin? Platz für den Komposthaufen und die Wäschespinne? Alles nich so einfach...aber es macht Spaß! Vor allem die Aussicht auf die Tage und Abende bei schönem Wetter auf der Terrasse, die wohl aus Holz sein wird und die wir selbst anlegen wollen.

Ende Mai

In der letzen Maiwoche wurde nun das Erdgeschoß fertig abgemauert. Wenn alles gut läuft wird am Freitag die Decke auf das Erdgeschoß gesetzt, man darf gespannt sein ;-) Das Holz für die Terrasse ist nun auch schon bestellt (Douglasie), Carport und Gartenhäuschen sind ausgesucht. Tolle Wurst, gell :-)

Währenddessen geht es auf dem Bau eifrig voran.

      

Anfang Juni:

Die Decke wird auf das Erdgeschoß gesetzt und die Treppe wird auch gleich eingebaut.

      

Mitte Juni

Es hat sich einiges getan, inzwischen ist das Erdgeschoß fertig gemauert, die Decke drauf und das Obergeschoß wurde ebenfalls angefangen. Was war das nett, zum ersten Mal im Obergeschoß rumzulaufen...

      

      

      

Der Dachstuhl ist aufgesetzt worden und der Klinker wurde auch begonnen. Dann war natürlich auch schon das Richtfest - die Überbleibsel sieht man auf dem Bild.

Das Richtfest war eine klasse Party...mal abgesehen davon, dass es sintflutartige [ dolles Wort! ;-) ] Regenfälle gab, die das künftige Wohnzimmer in einen Pool verwandelten - vor allem, weil natürlich noch keine Fenster drin sind und der Wind das Wasser nur so ins Haus gepeitscht hat. Der eine oder andere Gast ist wohl nie zuvor in seinem Leben so schnell zum Auto gerannt, um das Schiebedach zu schließen *lol@kara.de*. Aleesha hat zum Schluß Wodka aus der Flasche getrunken und sich bei der ganzen Geschichte nen fiesen grippalen Infekt eingefangen. Fieber, Stimme weg, Husten, Schnupfen - aber glücklich :o) Spaß hatten wir allemal! Danke an alle für die vielen nützlichen Geschenke, insbesondere für das längste Richtfestgeschenk der Welt *zwinker@jens* :o)

21.06.2001

Nun geht´s nach dem Richtfest zügig weiter. Es wird verklinkert und das ganze fängt an, nach Haus auszusehen :o)) Außerdem wächst der Schornstein heran.

      

Nur zwei Tage später (23.06.01) sieht es dann schon so aus:

      

Und am 26.06.2001 bietet sich uns folgendes Bild:

      

Die Verklinkerungsarbeiten sind beinahe fertiggestellt! Und im Obergeschoß wird auch schon fleissig gemauert!

Ende Juni

Nun waren wir ein paar Tage nicht in Eystrup und hatten uns schon mächtig auf den Samstag gefreut - hinfahren und gucken, was sich alles getan hat - das ist ganz schön spannend!

Es kam natürlich wie es kommen musste...alles anders als geplant. Am gestrigen Samstag (30.06.) regnete es aus Eimern, in unserer jetzigen Wohnung lief der Keller mit Wasser voll (das passiert öfter mal...deswegen hat unser Haus keinen Keller *g*) und wir waren zwar in Eystrup, aber auch die Baustelle war ein einziger See. Wir konnten leider keine Fotos machen.

Immerhin war zu erkennen, dass die Klinkerarbeiten nun fertiggestellt sind. Lediglich die Fensterbänke sind noch nicht geklinkert. Innen drin sind im Obergeschoß die Wände fast fertig (bis auf eine Seite, da fehlt noch ca. 1 Meter) und die Räume sind nun gut zu erkennen. Auf einmal wirkt alles ziemlich groß. 150qm Wohnfläche ist eben doch eine ganze Menge...

Inzwischen haben wir uns eine Haustür ausgesucht, die Fenster sind aufgemessen worden (ja, das heisst wirklich so!) und bestellt. Etwa Mitte Juli werden Fenster und die Haustür eingesetzt. Dann sieht man von außer nicht mehr so sehr viel Veränderungen, es geht dann dafür drinnen erst richtig los. Außerdem haben wir festgelegt, welche Fenster sich in welche Richtung öffnen lassen sollen und wie die Terassentür funktioniert. In der nächsten Woche wird das Dach gedeckt - der Schornstein ist inzwischen fertig zusammengesetzt und guckt auch oben raus. :o)

08.Juli:

Wieder ist alles ein Stück weiter. Inzwischen ist die Dachlattung und Dachrinnen angebracht. Am Montag kommen dann die Dachpfannen rauf. Das Dachgeschoß ist fertig aufgemauert und der Schornstein auch komplett.

      

13.Juli:

Inzwischen sind die Dachpfannen drauf und das ganze sieht schon fast wie ein Haus aus :-) Drinnen hat nun der Heizungs und Sanitärbau begonnen.

Es geht voran...

      

Nach der Rohbauabnahme - 22.07.2001

Für den 19.07. war uns der Einbau der Fenster zugesagt worden und da wir das miterleben wollten, hatten wir beide freigenommen. Passte sich ganz gut, dass an dem Tag auch der Elektriker anfangen wollte und um Absprache bat - so konnten wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Am Donnerstagmorgen traf uns dann beinahe der Schlag. Kaum ist man mal ein paar Tage nicht da - schon passiert richtig was. Das gesamte Obergeschoß war bereits abgedämmt und die Latten waren ebenfalls schon angebracht.

      

Eineinhalb Stunden haben wir dann damit verbracht, festzulegen, welches Licht wo anzuschalten ist und wo Steckdosen plaziert werden sollen. Mit dem, was durch RS Bau vorgesehen ist, kommt man natürlich nicht hin - es ist eine Mindestausstattung. Auch sollte man an Steckdosen nicht sparen - später welche nachrüsten geht nur auf Putz oder mit viel Aufwand.

Zur gleichen Zeit wuselten an diesem Donnerstag 7 Handwerker auf dem Bau herum - zwei Trockenbauer verkleideten im Obergeschoß die Decken, zur gleichen Zeit setzten zwei weitere Leute die Fenster und Türen ein und der Elektriker war mit drei Mann angerückt. Es wurde richtig gemütlich *bg*.

Am Samstag (21.07.) waren wir dann nochmal da - um zu gucken und weil wir sowieso in Richtung Walsrode unterwegs waren (da liegt Eystrup zwar nicht auf der Strecke, aber es ist auch kein Riesenumweg) aber auch, weil die Nienburger Tageszeitung über uns berichten wollte. Wir sind die ersten in Eystrup, die das Grundstück übers Internet gekauft haben - das ist dort eine kleine Sensation! :o)

Der Innenausbau ist binnen zwei Tagen gut vorangekommen. Die Decken oben sind komplett verkleidet, sämtliche Steckdosen liegen außerdem und wir haben seit Donnerstag auch einen Schlüssel, da das Haus nun "dicht" ist.

      

Im Wohnzimmer haben wir uns ein Leerrohr extra legen lassen - für Lautsprecherkabel. Schließlich wird dort gefliest und die Kabel lassen sich nicht in Fußleisten verstecken. Der Elektriker, der für die Leerrohre zuständig ist, hatte uns empfohlen, die Kabel jetzt schon durchzuziehen - und das haben wir zugesagt. Also ein vernünftiges Lautsprecherkabel gekauft, 2 x 10 m lang und am Samstag mitgebracht. Wir brauchten für das erste Kabel im Rohr ca. 30 Minuten...das war noch relativ einfach. Da aber die Gummiummantelung recht stumpf ist, war das zweite Kabel reine Quälerei. Insgesamt hat uns das blöde Leerrohr fast 90 Min. Arbeit gekostet. Wieder was gelernt...*schwitz*

11 - 17.08.01:

      

Die letzten Tage waren anstrengend und ereignisreich. Ende Juli hatten wir ein ganzes freies Wochenende und bei strahlendem Sonnenschein haben wir zwei Tage fernab vom Hausbau mit anderen Dingen verbracht. Welche Erholung! Die Tage gehen nur so dahin und eigentlich vergeht kein Tag, an dem wir nicht irgendetwas entscheiden oder klären müssen. Da tun zwei Tage Abstand mal richtig gut.

Am vergangenen Wochenende haben wir ein Unterfangen in Angriff genommen, das für reichlich Muskelkater bei Aleesha und für leichten Schnupfen bei Frederick gesorgt hat. Der Garten...oder besser das, was einmal Garten werden soll. Die Disteln standen meterhoch und da musste einfach was passieren. Also baten wir Fredericks Eltern um Hilfe, fuhren mit Sack und Pack nach Eystrup raus und verbrachten den ganzen Samstag im Grünen.

Allerdings nicht allein...die Putzer waren auch da und im Inneren des Hauses sehr fleissig. Normalerweise arbeiten sie natürlich nicht am Sonnabend - aber der nächste Auftrag wartete schon und so mussten sie einfach fertigwerden.

730 qm...davon ungefähr 90 qm Grundfläche für das Haus...der Rest bestand aus Unkraut, Gräsern und vor allem aus Disteln. Dazu ein etwa 2 Meter hoher Erdberg (der Aushub) - ebenfalls zugewachsen. Mit der Sense, einem Trimmer, dem Rasenmäher und natürlich mit behandschuhten Händen ging es am Samstagvormittag ans Werk.

Nach 7 Stunden harter Arbeit war nix Grünes mehr höher als 5 cm. Auch die Grenzsteine haben wir wiedergefunden - und wissen nun endlich, wo unser Grundstück anfängt und endet. *bg* Aleesha war allerdings auch fix und fertig und es vergingen zwei Tage, bis sie sich wieder einigermassen schmerzfrei bewegen konnte. Sie war sozusagen ein Muskelkater. *bg*

      

Die Woche danach war demzufolge recht anstrengend. Am Mittwoch sind wir im SSV unterwegs gewesen, auf der Suche nach Teppichen für das Wohnzimmer. Und fündig geworden. Satte 1000 DM gespart, glaubt man dem Angebotspreis. Nun nennen wir zwei schicke nepalesische Schurwollteppiche unser eigen...natürlich passen sie perfekt zu den Fliesen (was anderes hätten wir nicht gekauft!).

Am Donnerstag (09.08.) dann der nächste Ausflug nach Eystrup - und schon ist wieder viel passiert. Die Putzer sind innendrin natürlich längst fertig, der Putz ist schon relativ gut getrocknet. Die Schweißbahnen auf dem Fußboden liegen, darüber an den entscheidenden Stellen die Rohre für die Fußbodenheizung. Die Heizkörper hängen bereits. Von außen war der Fuger bereits am Werk, einige Teile sind bereits fertig verfugt. In der nächsten Woche wird der Estrich gegossen. Da der Estrich ca. 3 Wochen trocknen muß, haben wir nun Zeit, die Außenarbeiten in Angriff zu nehmen. Der Aushub wird einplaniert, alles einmal umgegraben und dann kommen die Pflasterarbeiten und die Schmutzwasseranschlüsse. Auch der Sickerschacht für Regenwasser muß gesetzt werden.

      

Das geplante Meeting mit dem Fliesenleger war ebenfalls ein Erfolg - der Mann erschien pünktlich und machte einen kompetenten Eindruck. Sein Job ist zwar noch ein paar Wochen hin - jedoch muß auch dafür vieles besprochen werden. Am Freitag dann die Belohnung für das straffe Arbeiten am vergangenen Wochenende ...ein freier Tag. Wir verbringen ihn bei Dodenhof - auf der Suche nach dem perfekten Eßtisch und einem neuen Sofa. Trotz der immensen Auswahl sind wir recht schnell einig...rustikal und gemütlich soll es sein, dazu vernünftige Qualität. Das kostet natürlich. Wir beschließen, den Umzug abzuwarten und erst danach weitere Möbel einzukaufen.

25 - 26.8.01

      

Puh, sind gerade vom Bau wieder da. Erstmal ist es heiß wie die Hölle und wir sind ganz schön kaputt, aber haben inzwischen wieder gut was geschafft. Der Estrich ist inzwischen drinne und die Treppe auch verputzt. Nun haben wir im Erdgeschoß angefangen, Gas zu geben - Deckenritzen und sonstige Ritzen verfugt und geschliffen, Wände mit Tiefengrund einbalsamiert und alles was weiß werden soll, auch schon weiß angestrichen. Nicht schlecht würd ich sagen, aber jetzt sind wir auch fertig - es war so übel warm! *schwitz*.

08 - 09.09.01

Und wieder ein bißchen weiter. Nun sind alle Wände so getrichen wie wir es haben wollen, die Fliesenleger sind angefangen und auch Schmutzwasser, Regenwasserkanal und Sickerschacht sind eingebudelt und angeschlosssen, nun sind die weiteren Erdarbeiten draußen dran und die Vorbereitungen fürs pflastern. Hoffentlich macht das Wetter keinen Strich durch die Rechnung. Nächstes Weekend können wir hoffentlich schon unser Gartenhäuschen aufstellen.

20.09.2001

Höchste Zeit, mal wieder ein paar Zeilen zu tippern. Alles läuft richtig gut, bis auf so Kleinigkeiten wie falsch abgeladene Steine (die wir teilweise von Hand weggeschleppt haben), Bauschlüssel, die verschwinden, strömender Regen und meterhohe Schlammpfützen. *malt mal in den schwärzesten Tönen* Nein, im Ernst - es läuft rund. Wir haben keine größeren Schwierigkeiten, alle Termine wurden eingehalten. Dementsprechend steht das Gartenhäuschen, alles ist gestrichen, die Fliesenleger sind fast fertig (21.09. Restarbeiten), die Wände sind ja eh schon "bunt" und die Pflasterarbeiten haben auch begonnen. In der nächsten Woche laufen die letzten Installationen und Restarbeiten der Elektriker und der "Sanitäter", das Treppengeländer wird montiert und die Bodeneinschubtreppe ebenfalls. Am 27ten kommt die Küche und am 28ten ist offizieller Hausabnahmetermin. Dann sind wir fertig!! *staun* Die Zeit is so schnell vergangen! Es ist...

...Ende September

Wir beginnen mit dem Umzug! In den kommenden Wochen sind ir selten online - es gibt viele wichtigere Dinge zu tun (Rasen sähen und so derlei Krams mehr!)! Endlich hat der Bau-Streß ein Ende...dafür fängt nun der Umzugs-Streß und Hausbesitzer-Streß an.

      

November 2001

Es geht verstärkt auf Winter und Weihnachten zu. In den letzten 5 Wochen haben wir echt alles hinter uns gebracht - den Umzug, die ersten Gartenarbeiten (die Hecke ist gepflanzt), die erforderlichen Behördengänge etc. Inzwischen hat uns der Arbeitsalltag wieder. Seit einer Woche sind wir auch wieder online, leider dauerte es mit T-Online wieder etwas länger :-(

Zum Umzug lässt sich nur sagen, dass es eigentlich alles recht glatt über die Bühne ging. Der erste Tag war total chaotisch, aber mit sowas kommt Aleesha ja gut klar und Frederick musste - gott sei dank - noch arbeiten. *g* Morgens um 9 Uhr stand die Küchenfirma vor der Tür - damit begann der Umzug.

Etwa nach 3 Minuten gabs die erste Katastrophe...der Küchenmonteur kam und teilte mit, die Küche seie zu klein, genauer die eine Wand zu kurz. Schon vor dem Richtfest hatten wir die Küchenpläne an den Bauleiter übergeben und mit ihm festgelegt, dass die eine Tür ein Stück verschoben werden sollte, damit alles passt. Dummerweise ist das wohl irgendwie untergegangen...

Nun standen die Monteure mit der Küche vor der Tür und Aleesha mit Schwiegermama im Haus und die Wand war nun also zu kurz. Flugs wurde der Bauleiter angerufen und versprach, binnen 20 Minuten auf der Baustelle einzutreffen. Das tat er dann auch (sein Glück *gg*) und höchstselbst löste er die Türzargen und verlängerte die Wand entsprechend, während in der anderen Ecke der Küche bereits die Monteure tätig wurden.

Dann stand das grobe Gerüst der Küche, die Arbeitsplatte sollte zugesägt werden und die Monteure mussten leider feststellen, dass die Spüle nicht passte. Unter der Spüle soll ein Karussel sitzen und die Spüle selbst besteht aus zwei Becken (rund, eins zum Abwaschen, eins zum Abtropfen). Dummerweise haben diese runden Becken einen Abfluß, der unter der Spüle sitzt. Der Abfluß des Abtropfbeckens wäre wunderbar mit dem Karussel zusammengestoßen.

Diesmal bewies das Küchenunternehmen Größe (großes Lob!). Flugs wurde mit dem Kundendienstchef telefoniert und Aleesha durfte am Samstag hinfahren und sich - ohne Aufpreis - eine andere Spüle aussuchen. Bis zum Einbau der Spüle, die natürlich das Beste war, was das Geschäft hergab *fg*, wurde eine einfache Behelfsspüle eingebaut.

Am späten Nachmittag war die Wand dann fertig und die Küche stand. Nochmal gutgegangen...

Die Woche darauf verbrachten wir damit, mit Auto und LKW Möbel und Kartons zu transportieren - wie das bei einem Umzug so ist eben. Das Chaos sowohl in der Wohnung als auch im Haus war schnell komplett, permanent suchten wir irgendwas ...aber das gehört zu einem Umzug halt dazu. Und es soll ja unser letzter Umzug sein! :o)

In den Tagen danach haben wir tatsächlich Rasen gesät, Beete angelegt, Zwiebeln in die Erde gesetzt und wahrhaft genug zu tun gehabt. Wohnlich ist es noch nicht wirklich, aber es nimmt Form an. Ein bißchen haben wir uns nun auch schon eingelebt, die ersten Kontakte hier im Dorf geknüpft und Aleesha war sogar schon auf einer Tupperparty ;-)

Als Fazit kann man sagen, daß bei uns eigentlich alles recht glatt über die Bühne gegangen ist. Wir hatten ja vorher auch schon so unsere Bedenken, weil man von vielen Leuten negative Dinge gehört hat. Viele haben viel mehr Ärger mit Ihrem Hausbau. Bis auf kleinere Probleme ist bei uns aber alles problemlos verlaufen und von daher möchten wir unseren Dank an alle Mitarbeiter von RS-Bau (insbesondere Oliver W., Rainer S. und Frau K.), den Mitarbeitern der Gemeinde Eystrup (insbesondere Bernd S.), Rüdiger K. und seiner Frau (für die netten Tipps und die freundliche Aufnahme) sowie natürlich unserern Eltern und Geschwistern und Freunden für die Mithilfe und den Beistand in den letzten 5-6 Monaten, richten. Falls jemand Fragen an uns hat oder Tipps benötigt, sind wir natürlich gerne jederzeit bereit, zu helfen.

Schluß, Aus, Ende und vorbei...könnte man meinen...;-)

 

Gästebuch

Letzte Änderung: