Nordjütland -> Fjerritslev

Wie die Überschrift schon vermuten lässt, zieht es uns immer in den Norden des Landes. Von der dt./dän. Grenze sind es noch gute 300km bis zu dem kleinen Ort Fjerritslev in Nordjütland, der ca. 50km westlich von Alborg zwischen der Nordsee und dem Limfjord liegt. Die Kommune heißt HanHerred, das Land zwischen Fjord und Meer, wie es so schön im Touristenguide beschrieben wird.

Der Limfjord durchzieht quasi den kompletten Nordteil Jütlands von der Nord- zur Ostsee und man kann auch mit einem Schiff hindurchfahren. Zur Ostsee hin verjüngt sich der Fjord immer weiter, um auf der Höhe von Alborg nur noch so breit wie ein Fluß zu sein. Dieser "Fluss" führt dann in die Ostsee. Im Gebiet um HanHerred und den angrenzenden Kommunen hat der Limfjord eine riesige Ausdehnung, so dass man teilweise denkt, man steht an einem Meer, weil das andere Ufer nicht zu sehen ist.

Man muss sich aber vor Augen führen, dass man sich nur auf einem kleinen 10km breiten Landstück befindet, das einen von der Nordsee trennt. Nicht verwunderlich, das dieses Gebiet für Vögel ein Paradies ist und das Gebiet "Vejlerne" zu den größten Vogelnaturschutzgebieten Europas zählt. Der Ort Fjerritslev ist mit seinen knapp 3000 Einwohnern die Kommunenhauptstadt, in der es alle Einrichtungen gibt, die man erwarten kann.

Man muss sich in Dänemark einfach daran gewöhnen, ein paar Nummern kleiner zu denken, aber das tut mitunter sehr gut!

Die Ferienhausgebiete liegen nun zwischen dem Ort und der Nordseeküste. Von den Ferienhäusern sind es meistens ca. 2-3 Km zum Strand (es sei denn man hat eines von den wenigen Häusern genommen, die direkt hinter den Dünen liegen). Das Ferienhausgebiet ist mit Wald umgeben. So hat man die Möglichkeit, auch ausgedehnte Spaziergänge im Wald zu machen, wenn es einem am Strand zu windig oder womöglich auch zu heiß oder zu kalt ist. Es führen auch einige geführte Joggingpfade durch den Wald, die bis zu 10 KM lang sind.

Von den Jahreszeiten her kann man Nordjütland eigentlich immer bereisen, denn jede Zeit hat ihren Reiz. So ist es z.B. sehr schön wenn man 2-3 Wochen nach Ostern fahren kann, denn wenn bei uns zuhause schon alle Frühlingsblumen (Krokusse, Tulpen, Narzissen etc.) am verblühen sind, ist die Vegetation hier 2-3 Wochen später dran und man kann den Frühling quasi noch mal erleben. Wenn man dann wieder nach Hause kommt, stehen zuhause schon alle Bäume meist im satten Grün. Aber natürlich hat auch der Sommer seinen Reiz, vor allem, wenn denn auch gutes Wetter ist und man seinen geschundenen Körper an den Strand oder etwas windgeschützter zwischen die Dünen packt und dem Treiben am Strand zuschaut. Oder man guckt in die Wolken und hört ein paar heisere Möwen kreischen und stellt sich vor, was das wohl für komische Gebilde sind, die die Wolken darstellen (Phantasie willkommen!).

Dann ist man schon mal den ein oder anderen Augenblick im Inneren des Glücks und saugt es auf. Na ja, muss dann ja auch erstmal wieder ne Weile halten, wenn der Alltag einen wiederhat! :-))

Der Herbst bietet auch eine schöne Zeit, vor allem wenn man Pilzsammler ist, kommt man auf seine Kosten. Alle Bastelfans können etwas schlechtere Tage dazu nutzen, schon mal ein bisschen was für die Weihnachtszeit zu basteln, denn im Wald finden sich dazu diverse Utensilien, die man nur aufsammeln muss. Wenn einem zuhause der ganze Weihnachtsstress zu viel wird, kann man auch mal darüber nachdenken, die Feiertage in Dänemark zu verbringen. Juletrae (Weihnachtsbäume) gibt es da nämlich quasi nachgeschmissen und es ist schon recht lustig zu sehen, wie einige noch unwissende Touristen auf ihrem Dachträger einen Weihnachtsbaum mitbringen aus Deutschland, der evtl. auch schon aus Dänemark stammt und nun wieder in die Heimat kommt... ;-)

Wie man sieht, ist eigentlich für viele Menschen was dabei, um sich in Dänemark zu erholen. Wer noch sehr kleine Kinder hat, sollte sich evtl. überlegen am Limfjord oder Ostsee ein Haus zu finden da die Gewässer dort nicht ganz so rau wie die Nordsee sind. Das heißt allerdings nicht, dass man die Kids ohne Aufsicht ans Wasser lassen soll!

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