Island

Allgemeine Infos

Island liegt 300 km vor Grönland und direkt südlich vom Polarkreis. Bedingt durch den Golfstrom ist Island eine sehr grüne Insel. Island liegt direkt auf dem mittelatlantischen Rücken - der Verbindung zwischen den langsam treibenden Kontinentalplatten. Die insel ist noch im Werden begriffen - etwa alle 5 Jahre gibt es einen Vulkanausbruch und nur an wenigen anderen Stellen der Erde ist die vulkanische Tätigkeit so rege wie in Island.

In Island ist die Einfuhr von Frischfleisch, Milch und Pferden streng verboten - man fürchtet Seuchen und Krankheiten. Island-Ponys bekommen von anderen Pferden ein Fieber übertragen, an dem sie sterben - während die anderen Pferde dagegen immun sind.

Der Juli ist der Monat, in dem Island am grünsten ist - dafür dauert die Nacht dann nur 3-4 Stunden. Im Dezember hat man auf Island dagegen nur 3-4 Stunden Tageslicht.

Die Wikinger entdeckten Island um die Mitte des 9.Jahrhunderts. Isländisch ist eigentlich die Sprache der Wikinger. Um die Sprache zu erhalten, werden Fremdworte mit teilweise sehr blumigen Umschriebungen ins Islädsiche übersetzt.

Der größte Gletscher Islands und Europas ist der Vatna-Jökull. Island ist eines der am dünnsten besiedelten Länder der Erde.

Die Westmänner Inseln und Surtsey

Die Islander sind sehr gläubig und verehren die Trolle und die Elfen. Natürlich gibt es eine Sage, wie diese Inseln entstanden sind:

"Es war einmal ein Trollweib im Südwestland, das hatte einn Troll zum Kaffee eingeladen. Die beiden bekamen Streit und der Troll, der merkte, dass es für ihn ungemütlich wurde, suchte das Weite. Darüber geriet dann das Trollweib so in Wut, dass sie Steine und Geröll mit beiden Händen aufraffte und die Ladung dem Lümmel hinterher schleuderte. Etwa 10 km vor der Südküste Islands fiel der steinerne Regen ins Meer - und so entstanden die Westmänner Inseln."

Die Westmännerinseln sind eine Gruppe von Inseln, aber nur eine davon - Heimaey - ist bewohnt. Hier befinden sich die größten Fischereistationen des des Landes. Etwa 55.000 Insulaner leben hier. Im 18. Jahrhundert gründete man hier die erste Volksschule Islands und 1862 die erste Versicherungsgesellschaft. Außerdem legte man ein eigenes Fernsprechkabel nach Island.

Hier ist es oft sehr windig, aber milder als in den meisten anderen Teilen Islands. Auf den Inseln wimmelt es von Seevögeln (wie z.B. dem Papageientaucher).

1973 kam es zu einem Vulkanausbruch des Eldfell (= isländisch, heisst Feuerberg) auf Heimaey, alle Bewohner wurden evakuiert und ein Drittel der Häuser vollkommen zerstört. Der Hafen konnte gerettet werden. Seit diesem Ausbruch ist die Insel etwa ein Drittel größer als vorher und der schwarze Vulkankegel ist eine zusätzliche Touristenattraktion.

Surtsey

Benannt nach Surtur, dem Gott des Feuers aus der skanidnavischen Mythologie, entstand Surtsey durch die Anhebung des Meeresbodens vor der Südküste Islands bei einer Eruption im November 1963. Der Lavastrom floss ungefähr 2 Jahre lang ununterbrochen und bewirkte so das Entstehen der Insel. Die Gesamtfläche der Insel beträgt 3 km². Die höchste Erhebung auf Surtsey erreicht maximal 150 m. Die Insel ist mitterweile Naturschutzgebiet, in dem Geologen, Biologen und Ökologen wissenschaftliche Untersuchungen durchführen.

Solfataren-Felder

Unweit vom Myvatn See findet sich Namanskard, ein Solfataren-Feld. An einigen Stellen ist die Erdhitze hier sogar durch die Schuhsohlen hindurch spürbar. Zur Geologie dieser Schwefelfelder:

Kaltes Grundwasser sickert durch Spalten und Risse hinunter zum heißen Magma und strebt in Form von Dampf wieder an die Erdoberfläche hinauf. Mit demDampf steigen ebenfalls schwefelwsserstoffhaltige Gase auf, deren Geruch die Solfataren-Felder charakterisiert.

An der Oberfläche verbinden sich di Gase mit Luft und lagern Schwefel ab. Sinter und Gips vermischen sich und bilden um die Dampfquellen herum feste Ablagerungen. In den Schlammquellen kommt das schwefelwasserstoffhaltige Gas mit Wasser in Berührung und kann Schwefelsäure bilden. Die Säure zersetzt Boden und felsigen Grund zu einem lehmigen Schlamm.

Dimmuborgir

Dimmuborgir heisst wörtlich "die finsteren Schlösser" oder die "dunklen Höhlen". Es liegt am Ostufer des Myvatn-Sees und bezeichnet ein Gebiet aus Schluchten, Felsgebilde und Höhlen, die von ausströmender Lava vor etwa 2000 Jahren gebildet wurden. Viele der Höhlen beinhalten kleine Seen und waren vormals eine beliebte Bademöglichkeit für Isländer, da die Wassertemperatur darin konstant bei 40 Grad lag. Nach dem Vulkanausbruch 1977 hat sich die Temperatur jedoch auf 60 Grad erhöht, so dass heute kein Baden mehr möglich ist. Unser Reiseführer hat uns außerdem berichtet, dass es sich der Sage nach bei einigen dieser Felsformationen um Trolle handelt, die bei Anbruch des Tages nicht rechtzeitig in ihre Höhlen zurückgekehrt seien und daher zu Stein erstarrt sind. Und tatsächlich lässt sich mit genügend Fantasie in der einen oder anderen Lava-Formation ein Gesicht erkennen... ;-)

Godafoss

Der Godafoss stürzt sich "nur" ca. 10 Mete rin die Tiefe, ist jedoch aufgrund seiner Breite ebenso mächtig und beeindruckend wie der Gullfoss. Der Name bedeutet "Götterfall" und stammt von einer Sage: Im Jahr 1000 geschah es nämlich, dass das Oberhaupt des Althing, der Gote Thorgeir - alle seine heidnischen Hausgüter, Götter - und Götzenstatuen ins Wasser warf und zum Christentum übertrat.

Myvatn-See & Pseudokrater

Ca. 100 km entfernt von Akureyri liegt das Myvatn-gebiet. Der Myvatnsee ist der viertgrößte See Islands (38qm² Fläche) und liegt auf einer Höhe von 300 Metern. Durch den schützenden Einfluss der den See umgebenden Berge herrscht hier ein mildes, beständigeres und trockeneres Klima als in anderen Teilen Islands. Das Gewässer ist zwischen 2 und 40 Meter tief und ist ringsum von Lavafeldern umgeben. Im See wimmelt es von einber besonders schamckhaften Forellenart, die sich von den zahlreichen Mücken ernährt, von denen der See seinen Namen hat. Der Myvatn ist auch ein guter Ort, um unterschiedlichste Vögel zu beobachten - allein 17 Entenarten gibt es hier! Das Myvatngebiet gehört zu den aktivsten vulkanischen Regionen Islands. Die alten Vulkane sind leicht begehbar und man kann die sog. Pseudokrater besichtigen.

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